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Wer mit SLS- oder MJF-Teilen arbeitet, kennt das Problem: Die Bauteile sind funktional top, fühlen sich aber rau an, sind offenporig und sehen nach „3D Druck“ aus statt nach Serienprodukt. Manuelle Nacharbeit kostet Zeit, ist ungleichmäßig und kommt bei komplexen Geometrien schnell an Grenzen.


Genau hier setzt der AMT PostPro SFX an. Das System bringt das sogenannte Vapor Smoothing – also das chemische Glätten von Kunststoffoberflächen – erstmals in ein kompaktes Desktop-Format und ist damit besonders spannend für kleinere SLS-Systeme, Entwicklungsabteilungen und Dienstleister mit Fokus auf Kleinserien.

Was macht der AMT PostPro SFX genau?

Beim Vapor Smoothing werden die gedruckten Bauteile in einer geschlossenen Kammer einem genau dosierten Lösungsmitteldampf ausgesetzt. Dieser Dampf kondensiert auf der Oberfläche, löst die oberste Schicht minimal an und glättet so die typischen „Treppenstufen“ und die poröse SLS-Struktur. Nach einer definierten Zeit wird der Prozess gestoppt, das Material erstarrt erneut – die Oberfläche ist deutlich glatter, dichter und optisch näher an einem spritzgegossenen Teil.


Der SFX ist dabei als echtes Desktop-System ausgelegt: kompakte Abmessungen, 11,5 Liter Kammervolumen und ein geschlossener, einfach bedienbarer Prozess für kleine bis mittlere Losgrößen.

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Technische Eckdaten im Überblick

Der AMT PostPro SFX ist kein Versuchslabor-Tool, sondern ein industrietaugliches System im kompakten Gehäuse. Laut Hersteller bietet er:


  • Kammergröße von 190 × 320 × 190 Millimetern bei einem Volumen von 11,5 Litern – ideal für Bauteile aus kleineren SLS-Systemen oder für eng gepackte Batches aus vielen Einzelteilen.
  • Prozesszeit von rund zwei Stunden pro Durchlauf, inklusive Konditionierung, Glättung, Aushärtung und Trocknung.
  • Kompatible Materialien: PA11, PA12, TPU und Polypropylen (PP mit speziellem Verbrauchsmaterial).
  • Kompatible Drucktechnologien: MJF, SLS, HSS sowie FDM für bestimmte Hochleistungs-Materialien wie ULTEM und ONYX.


Damit eignet sich der SFX sowohl für klassische SLS-Bauteile aus PA11/PA12 als auch für flexible TPU-Teile oder chemisch besonders anspruchsvolles PP.

Der Prozess im SFX: Vom rauen Pulverteil zum glatten Bauteil

Der Vapor-Smoothing-Prozess lässt sich grob in vier Schritte einteilen, die im PostPro SFX vollständig automatisiert ablaufen:

1. Conditioning

Die Bauteile werden in der Prozesskammer auf definierte Temperatur- und Umgebungsbedingungen gebracht. Das stellt sicher, dass der anschließende Glättungsprozess reproduzierbar abläuft.

2. Processing

Das Verbrauchsmaterial (PostPro Pure) wird verdampft und als Dampf in die Kammer eingebracht. Der Dampf legt sich um alle Bauteile, erreicht auch Hinterschnitte und Hohlstrukturen und glättet die Oberfläche gleichmäßig – ein deutlicher Vorteil gegenüber rein mechanischer Nacharbeit.

3. Curing

Der Dampf wird wieder abgeführt, das Material konsolidiert erneut. In dieser Phase „schließt“ sich die Oberfläche, die Bauteile werden dichter und widerstandsfähiger gegen Feuchtigkeit, Chemikalien und Abrieb.

4. Drying

Zum Schluss folgt der Trocknungsschritt. Übrig gebliebene Lösungsmittelreste werden entfernt, sodass die Teile direkt für den weiteren Einsatz, für Montage oder Versand bereitstehen.

Das Ergebnis sind glatte, dichte Bauteile mit deutlich verbesserter Haptik und Optik – von sichtbaren Gehäusen bis hin zu funktionalen Komponenten, bei denen glatte Oberflächen von Vorteil sind.

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Nachhaltige Chemie und sichere Anwendung

Ein wichtiger Punkt bei chemischen Prozessen ist immer die Frage nach Sicherheit und Umweltverträglichkeit. AMT setzt beim SFX auf die eigene „PostPro Pure“ Chemie, die als biologisch abbaubar, nicht toxisch, nicht halogeniert und nicht brennbar beschrieben wird. Die Verbrauchsmittel sind laut Hersteller unter anderem FDA-konform und als hautverträglich ausgelegt.


In Kombination mit dem geschlossenen System ergibt sich ein Prozess, der sich auch in Laboren, Entwicklungsabteilungen oder kleineren Fertigungsumgebungen verantwortungsvoll einsetzen lässt – ohne klassische Lösungsmittel-Workflows mit offenen Bädern und entsprechenden Auflagen implementieren zu müssen.

Wo der PostPro SFX besonders gut passt

Der SFX zielt klar auf Anwender, die hochwertige Oberflächen und reproduzierbare Ergebnisse benötigen, aber keine große, vollautomatisierte Produktionslinie betreiben. Typische Szenarien:


Entwicklungsabteilungen und R&D

Seriennahe Prototypen, Funktionsmuster oder Designstudien profitieren von glatten, dichten Oberflächen. Das Bauteil wirkt deutlich „seriennäher“ und eignet sich besser für Kundenpräsentationen, Tests oder Messeauftritte.


Dienstleister für SLS / MJF

Wer Kleinserien oder on-demand produziert, kann mit Vapor-glatten Oberflächen zusätzliche Mehrwerte anbieten – etwa für sichtbare Komponenten im Maschinenbau, im Consumer-Bereich oder im Automotive-Interieur.


Medizintechnik und Wearables

Gerade bei Bauteilen, die mit Haut oder Textilien in Kontakt kommen, sind geschlossene, glatte Oberflächen ein Pluspunkt: weniger Schmutzaufnahme, angenehmeres Tragegefühl, einfacher zu reinigen.


Hochschulen und Forschungseinrichtungen

Forschungsteams, die mit SLS und MJF experimentieren, können mit dem SFX sehr gut untersuchen, wie sich unterschiedliche Druckparameter und Geometrien in Kombination mit Vapor Smoothing auf Mechanik und Oberflächenverhalten auswirken – ohne dafür gleich eine große Industrieanlage aufbauen zu müssen.

Einordnung im AMT-Portfolio

Im Portfolio von AMT ist der PostPro SFX die kompakte Desktop-Lösung. Für höhere Durchsätze gibt es die größeren SF-Systeme wie SF50, SF100 oder die neue SF2X-Variante mit doppelt so großem Kammervolumen.


Damit lässt sich eine Post-Processing-Strategie sehr gut skalieren: Einstieg und Kleinserien mit dem SFX, späterer Ausbau auf SF-Systeme und automatisierte Beladung, wenn das Druckvolumen wächst.


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PostPro SF2X

Für Anwender mit wachsenden Produktionsanforderungen eignet sich außerdem der PostPro SF2X, da er die gleiche bewährte chemische Dampfglättung nutzt, aber mit einem deutlich größeren Bearbeitungsvolumen ausgestattet ist. Der SF2X liefert Oberflächen in Spritzgussqualität, indem er nicht nur äußere Schichten glättet, sondern auch innere Hohlräume versiegelt, was Festigkeit, chemische Beständigkeit und Dauerhaltbarkeit weiter verbessert. Dank des doppelten Kammervolumens im Vergleich zur SFX-Serie lassen sich größere Chargen effizienter nachbearbeiten, ohne Kompromisse bei der Qualität einzugehen. Das macht den SF2X zur vielseitigen Lösung für industrielle und mittelgroße Fertigungsumgebungen.

Desktop Vapor Smoothing als nächster Schritt im SLS-Workflow​

Der AMT PostPro SFX schließt eine Lücke zwischen reiner Prototypenfertigung und professionellem End-Use-3D-Druck. Aus rauen SLS- oder MJF-Bauteilen werden glatte, versiegelte Teile, die sich optisch und funktional deutlich näher an klassischen Spritzgussteilen orientieren – und das auf überschaubarem Platzbedarf und mit einem reproduzierbaren, automatisierten Prozess.


Für Anwender, die bereits in Pulverbett-Technologien investieren oder mit technischen Kunststoffen wie PA11, PA12, TPU oder PP arbeiten, ist der SFX ein starkes Werkzeug, um den eigenen 3D-Druck-Workflow aufzuwerten – von der Entwicklung bis zur Kleinserie.


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